Gründung und Finanzierung von Start-ups im internationalen Vergleich Kulturelle und strukturelle Unterschiede zwischen Europa und den USA

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Gründung und Finanzierung von Start-ups im internationalen Vergleich

Kulturelle und strukturelle Unterschiede zwischen Europa und den USA

Johannes Stamm | Katrin Pertschy | Tabea Hirth-Göbel

Business & Economics / Corporate Finance / General

Dieses Buch untersucht die Gründung und Finanzierung von Start-ups im internationalen Vergleich und legt dabei besonderen Wert auf die kulturellen Unterschiede zwischen Europa und den USA. Zu Beginn wird die zentrale Rolle von Start-ups als Innovationsmotoren und Wachstumstreiber in modernen Volkswirtschaften hervorgehoben. Dabei wird deutlich, dass der Zugang zu ausreichender Finanzierung maßgeblich für die Entwicklung und den Erfolg dieser Unternehmen ist. Im theoretischen Teil werden grundlegende Konzepte erläutert: Zunächst erfolgt eine detaillierte Definition von Start-ups, gefolgt von einer Analyse ihrer charakteristischen Merkmale wie Innovation, schnelles Wachstum und hohe Risikobereitschaft. Anhand eines Phasenmodells – das von der Gründungs- über die Expansions- bis zur Exit-Phase reicht – wird verdeutlicht, wie sich der Kapitalbedarf und die damit verbundenen Finanzierungsinstrumente im Laufe der Unternehmensentwicklung verändern. Zentrales Ergebnis einer Literaturüberblicks ist das identifizierte Kapitalgefälle zwischen europäischen und US-amerikanischen Start-ups. Während in den USA eine ausgeprägte Risikokultur und ein dynamisches Venture-Capital-Ökosystem vorherrschen, sind europäische Start-ups oft-mals durch strengere regulatorische Rahmenbedingungen und eine konservativere Investitionsmentalität benachteiligt – besonders in den späteren Wachstumsphasen. Dieses Phänomen, häufig als „Growth Funding Gap“ bezeichnet, behindert die Skalierung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Zur Erklärung dieser Unterschiede werden kulturelle Modelle, insbesondere die Kulturdimensionen nach Hofstede, herangezogen. Auf Basis einer empirischen Untersuchung unter Einsatz einer Multi-Kriterien-Analyse kann gezeigt werden, dass Faktoren wie Unsicherheitsvermeidung, Risikobereitschaft und hierarchische Strukturen das Investitionsverhalten von Venturekapitalgebern sowie die Gründungsneigung von Unternehmern beeinflussen. In Kulturen mit niedriger Unsicherheitsvermeidung und hoher Risikobereitschaft, wie in den USA, ist die Bereitschaft zu großen Investitionen und die Akzeptanz von unternehmerischem Scheitern deutlich ausgeprägter. Abschließend werden praxisorientierte Handlungsempfehlungen formuliert, die darauf abzielen, das europäische Start-up-Ökosystem zu stärken. Hierzu zählen institutionelle Reformen, eine stärkere Einbindung von institutionellen Investoren wie Pensionsfonds, die Harmonisierung regulatorischer Rahmenbedingungen sowie ein Kulturwandel hin zu mehr Fehlerakzeptanz. Ziel ist es, die Finanzierungssituation in Europa zu verbessern und damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstumspotenzial junger Unternehmen zu erhöhen.

Johannes Stamm ist Referent für Bilanzierung im Bereich Finance der KfW Bankengruppe in Frankfurt am Main.

Professor Dr. Katrin Pertschy vertritt das Fachgebiet Marketing und Innovationsmanagement an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg.

Professor Dr. Tabea Hirth-Göbel vertritt das Fachgebiet Rechnungswesen und Controlling an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg.

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Publication Date: 21 October 2026
Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden
Imprint: Springer Gabler
ISBN-13: 9783658523664
Format: Hardback

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