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Spiel ohne Spieler

Spiel ohne Spieler Theaterpädagogik, Applied Drama und die Systemtheorie nach Luhmann

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Spiel ohne Spieler

Theaterpädagogik, Applied Drama und die Systemtheorie nach Luhmann

Malte Schellenberg

Performing Arts / General

In Beschreibungen des Theaters wird zumeist der Mensch in den Mittelpunkt gerückt: seine Präsenz, sein Erleben, seine Sozialität. Auch systemische Zugänge bedienen oftmals Subjektperspektive, indem intensive Erfahrung, Verbundenheit und Unvorhersehbarkeit in den Mittelpunkt rücken. Anders zeigt sich Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme, in der Menschen als Entitäten nicht berücksichtigt werden.

Die vorliegende Untersuchung arbeitet einen gemeinsamen Kernbereich von Theaterpädagogik und englischsprachigem Applied Drama heraus. Ihn und die mitlaufenden Theoreme stellt sie der Luhmannschen Theorie vergleichend gegenüber. Versuchsweise analysiert sie Spielprozesse in systemtheoretischen Kategorien und entwirft das Konzept eines sich selbsterhaltenden Theaterspiels, das sich von Verzweckungen angewandter Kunst ebenso abhebt wie von Erwartungshaltungen an L'Art pour l'Art. Das Hauptaugenmerk richtet sich hierbei weniger auf den vielbeachteten Autopoiesis-Begriff als auf das damit einhergehende Konzept der qualitativen Geschlossenheit sozialer Systeme. Schließlich wird argumentiert, dass die systemtheoretische Darstellung dazu geeignet ist, subjektiven Erfahrungen in Theaterpädagogik und Applied Drama als unwahrscheinlichen Resonanzen Raum zu geben, indem sie Subjekte auf theoretischer Ebene endlich einmal in Ruhe lässt.

Malte Schellenberg studierte Theaterpädagogik und -wissenschaft sowie Jura.


Publication Date: 24 August 2026
Publisher: Springer Berlin Heidelberg
Imprint: J.B. Metzler
ISBN-13: 9783662739716
Format: Paperback / softback

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