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Seit dem 5. Jahrhundert v.Chr. entwickelt sich in den griechischen Welten ein dichotomisches Weltbild, das einen Gegensatz zwischen den hellenischen Poleis und dem vom persischen König beherrschten Großraum Asien konstruiert. Dieser Gegensatz zwischen einem griechischen „Wir“ und einem persischen „Anderen“ umfasst nahezu alle lebensweltliche Äußerungen. Er bleibt bis in die Moderne wirkungsmächtig und gewinnt noch an Fahrt durch die eurozentrische Bestimmung der Welt im Zeitalter des Imperialismus sowie durch die Entstehung moderner Nationalstaaten. Dieser Band versteht sich als ein erster Versuch, diese Entwicklungen der letzten 2500 Jahre enzyklopädisch zu erfassen und deren facettenreiche Wirkungsgeschichte näher zu beleuchten.
Der Alte Orient ist hier definiert als historische Epoche, die sich über den Raum des alten Vorderasien unter Ausschluss Ägyptens erstreckt und von der Entstehung der ersten Stadtstaaten am Ende des 4. Jahrtausends v.Chr. bis zum Untergang des Achaimenidischen Großreiches unter Dareios III. am Ende des 4. Jahrhunderts v.Chr. reicht.
Robert Rollinger ist Universitätsprofessor am Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik der Universität Innsbruck.
| Publication Date: | 21 October 2029 |
| Publisher: | Springer Berlin Heidelberg |
| Imprint: | J.B. Metzler |
| ISBN-13: | 9783662734599 |
| Format: | Hardback |